Die IDPA Ausrüstung 

Der IDPA Schütze benötigt für die Ausübung seines Sportes folgende Minimalausstattung:

  • Passende Hand- oder Faustfeuerwaffe (Je nach gewünschter Division)
  • Gürtel, Holster, Magazinhalter
  • Taschenlampe
  • Schutzbrille und Gehörschutz
  • Concealment (Hemd, Weste, Jacke o.ä.)
  • Passende Hosen, gutes Schuhwerk

In IDPA sind die Ausrüstungsbestandteile im Rulebook geregelt, die aktuellsten Details kann man dort nachlesen.

Ausrüstung IDPA vs IPSC (Stand Januar 2022)

Die IDPA Ausrüstung kann bis auf das Concealment auch für IPSC verwendet werden, eine Standard SSP oder ESP Pistole sowie die PCC ist in den meisten Fällen auch IPSC Kompatibel (Die im IPSC gängigste Division ist die Production Division - hier führt die IPSC eine Liste der zugelassenen Pistolen - ansonsten gibt es hier eine generelle Zusammenstellung der verschiedenen IPSC Divisions).

In IDPA gibt es im Gegensatz zu IPSC eine Gewichts-Limite, so das beispielsweise eine Phoenix Redback Vollstahl oder eine CZ Shadow 2 zu schwer für SSP & ESP wären - dies gilt zu beachten. Eine Phoenix Redback Ultralight oder eine CZ Shadow 1 wären jedoch aufgrund ihres geringeren Gewichts für SSP oder ESP zugelassen. Mit Striker Fire Pistolen wie Glock, S&W M&P, CZ P10 oder anderen Polymer Ausführungen ist man betreffend dem Gewicht generell auf der sicheren Seite für IDPA und diese sind auch in IPSC zugelassen.
Unsere Leiter geben gerne Tipps, wenn es um den Kauf einer konformen Waffe für beide Sportarten geht.

Holster, Magazinhalter usw. sind in IDPA restriktiver geregelt als in IPSC, darum gilt grundsätzlich:
Die IDPA Ausrüstung ist IPSC konform, jedoch nicht umgekehrt.
 

Pistolen, Revolver

Die Mehrzahl der Schützen schiesst mit einer Pistole in der SSP oder CO Division. Mit SSP sind "Stock Service Pistol" gemeint und somit werden Standard Modelle von Herstellern wie Glock, H&K, Walther oder CZ in 9mm Para Kaliber eingesetzt.
Gezielt wird in der SSP Division über Kimme und Korn oder dann in der Carry Optic Division mit den gleichen Typen mittels einem Rotpunkt-Visier. In IDPA gibt es auch eine Revolver Division, diese ist aber eher rückläufig und wird mehr und mehr von den Pistolen verdrängt.
Wie weiter oben bereits erwähnt gibt es in IDPA neben der Grösse der Waffe auch eine Gewichtslimite, diese Vorgaben sind im Rulebook beschrieben und müssen pro Division berücksichtigt werden. 

PCC

Die PCC Division (PCC = Pistol Caliber carbine = Gewehre im Pistolenkaliber) ist stark im Aufwind und eine sehr schnelle Disziplin.
Als Kaliber wird auch hier 9mm Para eingesetzt und damit kann diese Division in jedem Schiesskeller absolviert werden.
Gängige Ausführungen sind entweder AR15 basierende Systeme wie von Schmeisser, Hera Arms, Oberland Arms, SIG, JP oder ADC, oder auf der anderen Seite MP5 basierende Varianten wie die Ruger, Grand Power, CZ Evo oder Modelle des Schweizer Herstellers B&T. Als Magazin-Typ / Lower haben sich mittlerweile Glock Magazine durchgesetzt, einzelne Hersteller wie SIG, B&T, CZ oder Grand Power setzen aber auf ihre eigenen Magazin-Ausführungen.
Als Zielhilfe werden in der PCC Division praktisch ausschliesslich Rotpunkt-Visiere verwendet.
Die "beste" PCC gibt es naturgemäss nicht, einzelne Schützen schwören auf die JP, andere ziehen eine günstige Ruger Variante vor, während die dritten auf technische Aspekte wie ein Gas-System oder verzögerter Rollenverschluss schauen. Wie bei der Pistole muss die PCC dem Schützen liegen. Bei der Lauflänge ist es das gleiche Thema, Schütze-A schwört auf seine 8", während der Schütze-B lieber eine 16" Variante bevorzugt.
Ausführungen für Linkshänder sind auch nochmals so ein Thema...
Auch hier haben unsere Trainer Erfahrung und können mit Tipps weiterhelfen.

Gürtel

Der Gürtel in IDPA ist keine grosse Sache - man kann einen einfachen Standardgürtel einsetzen. Der Gurt sollte jedoch steif sein, aber normal in die Hose eingefädelt werden können. Unter- und Obergurt wie im IPSC sind nicht erlaubt, darum setzen viele IDPA Schützen auf einen normalen Gurt aus robustem Leder. Spezialausführungen von Gürtel mit Stahl-Einsätzen gibt es ebenfalls, diese sind stabiler als reine Ledergürtel, kosten aber etwas mehr und sind nicht so einfach zu bekommen.

Holster

Für die Hand-Guns werden immer Holster eingesetzt.
Im IDPA sind keine Schnellzieh-Holster wie im IPSC oder Tiefholster wie bei der Polizei zugelassen, darum wird ein einfaches Holster ohne externe Sicherung wie z.B. die Modelle von Ghost oder Double-Alpha empfohlen. Der Holster muss im Gürtel eingeschlauft werden können und wird hinter dem Hüftknochen getragen. Wir Empfehlen generell einfache Kydex Holster und keine Ausführung aus Leder, da die Ausrüstung dem Wetter und anderen Wiederungen standhalten und auch dann funktionieren muss wenn sie z.B. nass wird.
Der Holster sollte ausserdem mit einer Hand bedienbar sein, darum sind externe Sicherungen am Holster nicht zu empfehlen und nur hinderlich. 

Magazinhalter

Gleiches wie beim Holster gilt auch für die Magazinhalter, auch diese müssen im Gürtel eingeschlauft werden können und werden hinter dem Hüftknochen getragen. Die Magazine dürfen ausserdem nicht vom Körper wegschauen, ein "Bullet-out" ist nicht erlaubt.
Je nach Division können max. zwei, in anderen Divisionen bis zu drei Magazine am Körper getragen werden, auch hier gibt das Rulebook Auskunft was erlaubt ist und was nicht. Wie beim Holster empfehlen wir Material aus Kydex und ohne externe Sicherungen.

Taschenlampe

IDPA kennt sogenannte "Low-Light" Stages.
Wie es der Name schon andeutet, werden diese Stages in abgedunkelten Räumen absolviert. Der Schütze darf eine Taschenlampe einsetzen, um die Ziele sehen und treffen zu können.
Low-Light Stages erfordern jedoch ein hohes Mass an Erfahrung und Praxis und darum werden diese Abläufe nur mit erfahrenen Schützen trainiert. Bist du auf diesem Fähigkeits-Level, kann die Anschaffung einer geeigneten Lampe sinnvoll sein, um auch diesen Aspekt von IDPA zu trainieren. Unsere Trainer geben Auskunft und Tipps, wenn es für eine Taschenlampe Zeit ist und welche Produkte geeignet sind.

Schutzbrille und Gehörschutz

Bei IDPA werden grosskalibrige Waffen auf verschiedenen Distanzen eingesetzt und die Sicherheit steht immer an erster Stelle.
Der Schutz von Augen und Ohren ist darum essentiell und für jeden IDPA Schützen oder Zuschauer gilt darum auf dem ganzen Schiessplatz jederzeit "Eyes and Ears" - sowohl Schutzbrille als auch Gehörschutz tragen ist Pflicht.
Ob jedoch ein einfacher passiver Gehörschutz, oder ein aktiver, elektronischer Gehörschutz eingesetzt wird, ist dem Schützen überlassen. Auch bei der Wahl der Schutzbrille ist der Schütze frei, er kann auch seine gewohnten Korrekturgläser tragen, sofern er keine "Mikrobrille" trägt.
Die Schutzbrille soll die Augen auch seitwärts gegen Schmauch, Splitter und anderen Fremdkörper schützen, farbige Gläser dürfen eingesetzt werden.

Concealment

Im IDPA werden die Hand-Gun Übungen fast ausschliesslich mit einem "Concealment" absolviert.
Das Concealment kann ein einfaches Hemd, eine Weste oder eine einfache Jacke sein, das IDPA Regelwerk definiert das Aussehen oder die Machart nicht, sondern nur, dass bei ausgestrecken Armen des Schützen die Ausrüstung nicht sichtbar sein darf (siehe weiter oben "Verdecktes Tragen").

Hosen, Schuhwerk

IDPA wird sowohl draussen, als auch drinnen absolviert - bei schönem oder schlechtem Wetter. Die Ausrüstung muss somit dem Wetter standhalten können. Der Schütze bewegt sich ausserdem in einer Stage im 3D Raum, inkl. Schusspositionen die knieend oder liegend sein können. Die Ausrüstung wie Hose und das Schuhwerk sollte darum robust genug sein, um diesen Anforderungen gerecht zu werden, jedoch gibt es durchaus auch Schützen (wie z.B. der Autor dieser Zeilen) der oft in normalen Jeans und Strassenschuhen ins IDPA Training oder an Wettkämpfe geht.

Empfehlung zur Ausrüstung: Einfach starten und mit Erfahrung steigern...

Generell ist unsere Empfehlung, mit einer einfachen Ausrüstung zu starten und zuerst Erfahrungen zu sammeln, denn steigern und optimieren kann man jederzeit. Viele Schützen machen den Fehler, dass sie zu schnell (zu) viel Aufwand in die Ausrüstung und (zu)wenig Energie und Fokus ins Training stecken...
Unsere IDPA Trainer helfen jederzeit gerne mit Tipps rund um die passende Ausrüstung weiter.

Eine Wettkampf-Pistole für alle Fälle

Mit den Änderungen im Reglement des Standschiessens per 2022 werden erfreulicherweise viele weitere Ausführungen von Pistolen im Stand offiziell zugelassen. Mit diesen Anpassungen ist es nun möglich, mit einer einzgen Wettkampf-Pistole alle Disziplinen, dynamische IDPA/IPSC als auch die 25/50m Standbewerbe konkurrenzfähig abzudecken, das war zuvor nur sehr limitiert möglich.
Unsere Trainer kennen sowohl Stand- als auch die dynamischen Wettbewerbe und können auch hier mit Tips für die Anschaffung einer geeigneten Wettkampf-Waffe weiterhelfen.  

....und noch etwas zum Schluss

Sowohl IDPA als auch IPSC sind sportliche dynamische Schiesssportarten. Obwohl IDPA etwas näher am taktischen Schiessen liegt als IPSC, trainieren wir nicht in militärischer Kleidung oder mit taktischer Ausrüstung, diese sind im Training nicht zugelassen.
Wenn du deinen Fokus auf taktisches Schiessen legen möchtest, verweisen wir auf unsere Dynamische Gruppe Tegital.

Eine gute IDPA Basis-Ausrüstung mit Gurt, Holster und Magazinhalter ist auf den Bild unten ersichtlich. Dies und eine einfache Jacke oder Weste reichen bereits zum Einstieg in IDPA.